Opera

D. CIMAROSA / A. SALIERI: DAS GEHEIMNIS DER OPERNWERKSTATT – REPRISE

Drama – Komödie – Musik

Zwei komische Opernmeisterwerke lassen die Traditionen der italienischen Opera buffa und des Wiener Klassizismus neu aufleben. Domenico Cimarosa verbindet in seinem Il maestro di cappella meisterhaft die Leichtigkeit der Melodie mit einem schlagfertigen theatralischen Dialog, während Antonio Salieri in Prima la musica e poi le parole den faszinierenden Konflikt zwischen künstlerischem Talent und gesellschaftlichen Ambitionen beleuchtet.

Was beide Werke verbindet, ist ihr geistreicher Blick hinter die Kulissen der Opernwelt. Sie sind eine Form des Meta-Melodrams – mit anderen Worten: Oper, die sich selbst auf die Schippe nimmt. Thematisiert werden das enge Wechselspiel von Theater und Musik, die Rivalität zwischen den Mitwirkenden, ästhetische Konventionen sowie die ewige Debatte darüber, was Vorrang haben sollte: Musik oder Wort. Zur Entstehungszeit dieser Werke war dies ein äußerst beliebtes Thema. Die Tradition lässt sich unmittelbar auf Benedetto Marcellos satirische Schrift Il teatro alla moda aus dem Jahr 1720 zurückführen, in der er die damalige Opernpraxis mit Witz und Übertreibung kritisierte. Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass sich seit Marcellos Zeiten erstaunlich wenig verändert hat: Vieles, worüber man damals lachte, findet sich in ähnlicher Form auch heute noch in der Welt der Oper.

16. 7. 2027
19:30
formálníformell
Kultur und Kreativzentrum Jízdárna, Znojmo
1 pause

Programmdetails

Regisseur Ondřej Havelka präsentiert eine Inszenierung voller Humor, visueller Eleganz und historischem Feingefühl. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Tomáš Netopil, dessen dynamische und zugleich detailreiche Orchesterleitung den Solisten den idealen musikalischen Rückhalt bietet.
Die Hauptrollen übernehmen der Bariton Adam Plachetka und die Sopranistin Kateřina Kněžíková, gemeinsam mit einem herausragenden Ensemble aus Solisten und Musikern. Ein idealer Abend für Opernliebhaber ebenso wie für alle, die die Welt der Oper neu entdecken möchten.
Die Oper wird in hochkarätiger Besetzung im Kultur und Kreativzentrum Jízdárna aufgeführt.

Solisten:
* Kateřina Kněžíková
* Anna Prohaska
* Adam Plachetka
* Tadeáš Hoza

Kreativteam:
* Musikalische Leitung – Tomáš Netopil
* Regie – Ondřej Havelka
* Bühnenbild – Martin Černý
* Kostüme – Kateřina Štefková

Orchester: SILENTIUM! Ensemble

Interpreten

Adam
Plachetka

Adam Plachetka

Český operní basbarytonista
Rodák z Prahy, který vystupoval i jako sólista Metropolitní opery, je jedním z předních operních pěvců současnosti u nás i ve světě. V únoru 2005 se objevil poprvé na komorní scéně Národního divadla jako baryton ve čtyřnotové opeře Toma Johnsona. V létě ztvárnil roli Polyphema v Händelově opeře Acis a Galatea na Hudebním festivalu Znojmo.

Kateřina
Kněžíková

Kateřina Kněžíková

česká operní pěvkyně, sopranistka.
Díky svému lyricko-koloraturnímu sopránu se specializuje především na italské belcanto (G. Rossini, G. Donizetti) a opery W. A. Mozarta. V říjnu 2017 vystoupila jako Donna Elvira při slavnostním představení u příležitosti 230. výročí od premiéry Mozartova Dona Giovanniho ve Stavovském divadle. V roce 2006 se stala členkou operního souboru Národního divadla, v němž působí jako sólistka.

SILENTIUM!
ensemble

SILENTIUM! ensemble

Soubor staré hudby
Soubor se zaměřuje na autentickou interpretaci hudby renesance a baroka, ale propojuje také minulost s přítomností. Oslovuje široké publikum věhlasnými kompozicemi Johanna Sebastiana Bacha či Claudia Monteverdiho, novodobými světovými premiérami znovuobjevených děl autorů jako Pavel Josef Vejvanovský, Philipp Jakob Rittler či Anton Neumann, ale i současnými skladbami Lukáše Hurníka, Tigrana Mansurjana či Oly Gjeila.

Ondřej
Havelka

Ondřej Havelka

režie
Režisér operních a činoherních inscenací a dokumentárních filmů a scénárista Ondřej Havelka absolvoval herectví na DAMU v Praze, později také režii na JAMU v Brně. Po studiích na DAMU působil v pražském divadle Studio Ypsilon, brzy se prosadil i jako filmový a televizní herec. Po sametové revoluci začal pracovat rovněž jako scénárista a režisér v televizi. Od roku 1988 se věnuje rovněž divadelní režii, přičemž působí na prknech Národních divadle v Praze i v Brně, jakož i na unikátní scéně zámeckého barokního divadla Český Krumlov.

Tomáš
Netopil

Tomáš Netopil

dirigent
Jeden z celosvětově nejžádanějších českých dirigentů, šéfdirigent a umělecký ředitel Symfonického orchestru hl. m. Prahy FOK, zakladatel a umělecký ředitel Letní hudební akademie Kroměříž, bývalý generální hudební ředitel Aalto Musik Theater a Philharmonie Essen. Na koncertních pódiích se představil v čele mnoha renomovaných orchestrů, kromě Essenské a České filharmonie jsou to např. Orchestre National de France, Vídeňští symfonikové, Orchestre Philharmonique de Monte Carlo, Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, BBC Symphony Orchestra, Sinfonia Varsovia, orchestr curyšské Tonhalle, Orchestre de Paris, London Philharmonic Orchestra, Netherlands Radio Philharmonic Orchestra, Orchestra RAI Torino.

Programm

Cimarosas Il maestro di cappella ist ein komisches Monodram für einen einzigen Sänger (Bassbariton). Er verkörpert einen Kapellmeister, der mit seinem Orchester probt und während der Probe zunehmend mit den Musikern zu kämpfen hat, die mehr oder weniger gut nach seinen Vorstellungen spielen. Der Maestro schwankt zwischen Kritik und groben Zurechtweisungen gegenüber den Musikern und einer geradezu servilen Haltung, mit der er – wie sich zeigt vergeblich – versucht, sie zu motivieren. Am Ende unterbrechen die Musiker die Probe dennoch genau dann, wenn es am besten läuft, ohne das Stück bis zum Ende zu spielen. Cimarosas Werk entstand vermutlich zwischen 1786 und 1793, zu einer Zeit, als er Kapellmeister am Hof Katharinas der Großen in St. Petersburg war. Die Zarin hatte die Ausgaben für ihre Musiker drastisch gekürzt, was Cimarosa vor erhebliche Schwierigkeiten stellte. So kann das Werk gewissermaßen auch als eine bitter-komische Momentaufnahme aus dem Leben eines Musikers verstanden werden.

Salieris Oper Prima la musica e poi le parole nach einem Libretto von Gian Battista Casti entstand im Auftrag Kaiser Josephs II. und wurde am 7. Februar 1786 in der Orangerie des Schlosses Schönbrunn uraufgeführt. Bei dieser Gelegenheit wurde sie unmittelbar Mozarts Singspiel Der Schauspieldirektor gegenübergestellt. Sie erklang am anderen Ende desselben Saales direkt im Anschluss an Mozarts Werk. Es handelte sich dabei zwar nicht um einen offiziellen Komponistenwettstreit, doch nach den Reaktionen des Publikums und den zeitgenössischen Berichten ging Salieri damals als Sieger hervor. Das konservative adelige Publikum zeigte sich vom deutschen Singspiel wenig beeindruckt und bevorzugte den italienischen Gesang, mit dem es vertraut war.
Castis Libretto parodiert in der Oper einige damals bekannte konkrete Werke und verbindet auf interessante Weise Elemente der ernsten und der komischen Oper. Es enthält sogar eine Szene in französischer Sprache, in der der Stil der französischen Opern virtuos nachgeahmt wird. Die Handlung basiert auf einer zugespitzten Situation aus dem Theaterleben: Ein Komponist und ein Dichter müssen innerhalb von vier Tagen eine neue Oper für ihren Mäzen auf die Beine stellen. In ihrem Kampf gegen die Zeit und widrige Umstände spiegeln sich sowohl die damaligen als auch die zeitlosen Probleme des Opernbetriebs sowie ganz allgemein menschliche Themen wider.

Informationen über die Eintrittskarten

[email protected]
Tel.: +420 774 443 238

Ermäßigung

Auf Konzerte gibt es 10 % Ermäßigung für Inhaber des Senior-Passes, der ISIC-Karte, der VIP CLUB FREEPORT-Karte sowie für Menschen mit Behinderung und Kinder bis 15 Jahre (die Ermäßigung wird automatisch abgezogen – wählen Sie beim Kauf bitte die richtige Ticketart aus).

Die Inhaber eines Behindertenpasses (besonders schwere Behinderung) erhalten 50 % Ermäßigung (einen Code für die Ermässigung erhalten Sie unter [email protected]).

Die Ermäßigungen gelten nicht für gastronomische Veranstaltungen.

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